Vierte Einsatzwoche geht zu Ende – Weitere 127 Menschen in Sicherheit

Am letzten Tag der vierten Einsatzwoche unseres Seenotrettungskreuzers MINDEN vor Lesbos hat seine Besatzung heute weitere 127 Menschen in Sicherheit gebracht. Seit Beginn des zeitlich befristeten Ausbildungs- und Unterstützungseinsatzes, den wir auf Bitten unserer griechischen Kollegen gemeinsam mit Seenotrettungsgesellschaften weiterer nordeuropäischer Länder leisten, ist knapp ein Monat vergangen.

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Suchfahrt: Seenotretter auf dem oberen Fahrstand der MINDEN

Die griechische Küstenwache hat den deutschen Seenotrettungskreuzer der DGzRS heute zwei Mal in den Einsatz gerufen. Alle Einsätze der MINDEN erfolgen unter ihrer Leitung. Aus dem ersten der beiden seeuntüchtigen Schlauchboote vor der griechischen Ägäis-Insel nahm die Besatzung der MINDEN am frühen Morgen 57 Menschen, aus dem zweiten weitere 70 sicher an Bord. Unter ihnen befanden sich insgesamt rund 40 Kinder.

Die MINDEN war heute unter der Führung von DGzRS-Vormann Sven Detlefsen mit zwölf Besatzungsmitgliedern im Einsatz. Dazu gehörten sechs Seenotretter der DGzRS, drei Kollegen unserer griechischen Schwesterorganisation Hellenic Rescue Team und drei Rettungsschwimmer der DLRG. Die DGzRS hatte die DLRG aufgrund der besonderen Einsatzbedingungen um Unterstützung gebeten (wir berichteten).

Seit Beginn des international koordinierten Unterstützungs- und Ausbildungseinsatzes zur langfristigen Stärkung unserer griechischen Kollegen unter dem Motto „Retter helfen Rettern“ (Hilfe zur Selbsthilfe) am 7. März 2016 hat die Besatzung der MINDEN insgesamt mehr als 1.000 Menschen aus Gefahr befreit, darunter knapp 200 Kinder, viele von ihnen Säuglinge.