Bei drei Einsätzen 165 Menschen aus Gefahr befreit

Drei Mal ist der Seenotrettungskreuzer MINDEN der DGzRS unter Führung der Hellenic Coast Guard heute vor der griechischen Insel Lesbos im Einsatz gewesen. Dabei hat seine Besatzung die meisten Menschen an einem einzigen Tag aus Gefahr befreit, seit der außergewöhnliche Einsatz am vergangenen Montag begonnen hat.

Für viele komplette Familien fand heute ihre Flucht vor Krieg, Terror und Verfolgung an Bord des Seenotrettungskreuzers ein vorläufiges Ende. Zahlreiche Frauen und Kinder, darunter oft Säuglinge, waren am sechsten Tag des Einsatzes unter den Flüchtlingen, die die MINDEN in Sicherheit gebracht hat.

Der Seenotrettungskreuzer nahm etwa zwischen 6.45 und 8.45 Uhr nacheinander 58, 51 und 56 Menschen an Bord. Allein in der zweiten Gruppe befanden sich sechs Babys im Alter von weniger als drei Monaten. Auf Veranlassung der griechischen Küstenwache übergaben die Seenotretter alle 165 aus Gefahr befreiten Menschen im Hafen von Mytilini zur weiteren Versorgung an Helfer an Land.

Seit Beginn unseres zeitlich befristeten, international koordinierten Unterstützungs- und Ausbildungseinsatzes zur langfristigen Stärkung unserer griechischen Kollegen unter dem Motto „Retter helfen Rettern“ (Hilfe zur Selbsthilfe) am 7. März 2016 haben die Seenotretter somit insgesamt 522 Menschen aus Gefahr befreit, darunter mehr als 100 Kinder.